Blasenentzündung

Diagnose

Eine Urinprobe trägt wesentlich zur Diagnose bei.

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Ihr Arzt wird Sie zunächst genau befragen und so eine Anamnese erstellen. Anschließend untersucht er sie und misst eventuell auch Fieber.

Entscheidend für die Diagnose einer Blasenentzündung ist jedoch der Urinbefund. Ihr Arzt wird Sie also bitten, Urin abzugeben. Idealerweise sollten Sie dazu ihren Intimbereich vorher gereinigt haben und dann die Schamlippen mit den Fingern spreizen beziehungsweise die Vorhaut zurückziehen und in einem sauberen Becher etwas Harn auffangen. Dabei sollte es sich nicht um die ersten Tropfen zu Beginn der Blasenentleerung und auch nicht um den letzten Rest, sondern um so genannten Mittelstrahlurin handeln. Das bedeutet, dass Sie erst nach einigen Sekunden den Becher unter den Strahl halten.

Der Arzt untersucht den Urin dann mit Hilfe eines Harnstreifentestes. Mit einer Veränderung der Farbe zeigt dieser an, ob bestimmte Stoffe im Harn vorhanden sind. Getestet wird der Urin unter anderem auf:

  1. Weiße Blutkörperchen (Leukozyten): Sie zeigen eine Entzündungsreaktion an.
  2. Nitrit. Das ist ein Stoffwechselprodukt der Bakterien. Es ist normalerweise nicht im Urin enthalten. Seine Anwesenheit weist also darauf hin, dass sich auch Keime im Harntrakt befinden.

Sind die Symptome eindeutig und handelt es sich um eine unkomplizierte Harnwegsinfektion, genügt der Harnstreifentest, um die Diagnose Blasenentzündung zu stellen und eine Therapie einzuleiten.

Um zu ermitteln wie viele und welche Bakterien im Urin enthalten sind, muss der Harn im Labor untersucht werden. Vor allem bei einer wiederkehrenden oder komplizierten Blasenentzündung ist das wichtig, damit der Arzt gezielt behandeln kann. Die im Harn enthaltenen Bakterien werden als Urinkultur auf einem Nährmedium angezüchtet. Dabei wird auch ermittelt, welche Antibiotika am besten gegen den Erreger helfen. Das Ergebnis bekommt der Arzt zwar erst nach etwa zwei Tagen, aber falls es notwendig ist, kann er die Therapie dann entsprechend anpassen.

Bei komplizierter Zystitis geht es weiter

Gerade bei wiederkehrenden oder komplizierten Harnwegsentzündungen ist zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung der Harnwege sinnvoll. Mit dem Ultraschallgerät lassen sich anatomische Veränderungen an den Nieren und Harnwegen erkennen. So kann der Arzt zum Beispiel feststellen, ob die Prostata vergrößert ist, ob Veränderungen oder Steine in der Blase vorliegen und ob die Nieren ebenfalls von der Entzündung betroffen sind.

Zusätzlich zeigt eine Restharnbestimmung, ob nach dem Wasserlassen Urin in der Blase zurück bleibt. Dafür muss der Patient zunächst die Blase auf der Toilette vollständig entleeren. Anschließend überprüft der Arzt mit dem Ultraschallgerät, ob und wie viel Harn sich noch in dem Hohlorgan befindet. Überschreitet der Wert ein bestimmtes Volumen, gilt das als Hinweis auf eine Entleerungsstörung.

Spezielle und aufwendigere Untersuchungen fordert gegebenenfalls der Urologe an: Ob die Blasenentleerung richtig funktioniert oder Urin in den Harnleiter zurückfließt, lässt sich mit Röntgenuntersuchungen oder einer Harnflussmessung (Uroflowmetrie) feststellen. Beim Miktionszystogramm bekommt der Patient Kontrastmittel durch die Harnröhre in die Blase gespritzt. In aufeinander folgenden Röntgenbildern wird dann dokumentiert, wie sich die Blase entleert. Wird das Kontrastmittel in die Vene verabreicht, entsteht nicht nur ein Röntgenbild der Blase (Zystogramm), sondern es können auch die Nieren (intravenöses Pyelogramm) und Harnleiter beurteilt werden.

In seltenen Fällen ist auch eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) angebracht. Dabei führt der Urologe ein Endoskop durch die Harnröhre in die Blase ein. Auf diese Weise kann er die Blase direkt von Innen betrachten und Veränderungen wie Entzündungen und Tumoren feststellen.

Diese aufwendigen Untersuchungen sind jedoch nur bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten und bei einem begründeten Verdacht auf entsprechende Veränderungen angezeigt.


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