Gürtelrose

Die Gürtelrose Herpes zoster ist die Zweiterkrankung der Windpocken-Virus-Infektion (Varizella-Zoster-Infektion). Sie tritt auch noch Jahre nach der Ansteckung mit dem Varicella-Zoster-Virus auf.

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Der Ausschlag hat oft Gürtelform, weil er sich nach dem vom betroffenen Hautnerven versorgten Gebiet richtet


Was ist eine Gürtelrose?

Die Ursache für die Gürtelrose (Herpes zoster) ist eine Infektion mit dem Windpocken-Virus (Varicella-Zoster-Virus). Dieses Virus kann zwei verschiedene Krankheitsbilder auslösen. Zunächst können Windpocken (Varizellen) entstehen, eine Krankheit, welche die meisten Menschen vor der Einführung der Windpocken-Impfung bereits als Kinder durchgemacht haben. Wenn der Windpocken-Ausschlag verschwunden ist, ist es das Virus jedoch noch lange nicht: Es bleibt lebenslang im menschlichen Organismus und nistet sich in den Hirnnerven und in den Nervenwurzeln des Rückenmarks (Spinal- und Hirnnervenganglien) ein. Mit zunehmendem Alter und unter bestimmten Umständen, zum Beispiel bei einer geschwächten Immunabwehr, beginnen sich die Viren erneut zu vermehren, wandern den Nerv entlang nach außen an die Haut und lösen die Gürterose aus.

Dort entsteht der gürtelähnliche und stark schmerzende Hautausschlag. Er tritt in dem Versorgungsgebiet des Nerven auf, in den sich die Viren zurückgezogen hatten. Es können alle Körperregionen, das Gesicht und auch Organe wie zum Beispiel die Augen oder das Gehirn betroffen sein.

Bei Verdacht auf einen Herpes zoster sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Er kann die Diagnose anhand des klinischen Bildes und der Schmerzen stellen und eine entsprechende Therapie in die Wege leiten (siehe Kapitel „Therapie“) Die Bläschen heilen nach einigen Wochen ohne Behandlung der Gürtelrose ab, oft unter Narbenbildung. Bis die Symptome vollständig verschwunden sind, kann es bis zu einen Monat dauern. Schmerzen bleiben mitunter auch noch lange Zeit nach dem Abheilen der Bläschen bestehen (postherpetische Neuralgie – siehe Kapitel „Symptome“). Wenn sich die Gürtelrose auf die inneren Organe und auf das Gehirn ausbreitet, kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen (siehe Kapitel „Symptome“).

Das Varicella-Zoster-Virus ist sehr ansteckend. Man geht davon aus, dass in Deutschland jährlich ungefähr 700.000 Menschen an Windpocken erkranken, bei etwa 95 Prozent aller Erwachsenen sind körpereigene Abwehrstoffe (Antikörper) gegen das Varicella-Zoster-Virus nachweisbar. Dies bedeutet, dass sie schon einmal Kontakt mit dem Erreger hatten. Das Windpocken-Virus wird durch Tröpfchen vorwiegend über die Luft (aerogen) übertragen. Außerdem ist eine Ansteckung durch den direkten Kontakt mit virushaltigem Bläscheninhalt oder Krusten (Schmierinfektion) möglich. Bei einer Gürtelrose ist die in den Bläschen enthaltene Flüssigkeit allerdings weniger infektiös als bei Windpocken.

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